Ludwig Kronfeldner wurde zum ersten
Komandanten gewählt,er hatte dieses Amt bis 1939 inne. Im Jahre
1937 wurde die erste
Handruckspritze (M742) gebraucht von der Firma Brockmeier,
Löschmaschinenfabrik München für den stolzen Kaufpreis von 340
Reichsmark gekauft. Aus Mangels eines Feuerwehrhauses wurde das
Löschgerät bei Johann Schötz u. Marin Wühr untergestellt. Bald wurde
aber unter der Mithilfe aller Kameraden neben dem Gasthaus Wagner ein
kleines Feuerwehrhaus gebaut.
Von 1939 bis 1945 hatte Herr Jakob Petzendorfer das Amt des Komandanten inne. Er hatte bis zu diesem
Zeitpunkt das Amt des Schriftführers und Kassier inne. Leider sind aus
dieser Zeit keinerlei Aufzeichnungen vorhanden.
Von 1945 bis 1967 führte dann der
Bäckermeister Alois Schötz die Wehr.
Unter seiner Führung wurde im Jahre 1950 die erste Fahnenweihe durchgeführt. Als Fahnenmutter
konnte Frau Ottilie Niedermeier aus Oberbucha gewonnen werden. An
diesem Fest nahmen 43 Vereine teil. Die Patenschaft hatte die
Nachbarwehraus Steinburg übernommen. Die Fahne, die in Handarbeit in
Aiterhofen gefertigt wurde, kostete mit dem Festband 850.- DM. Dieser
Betrag stammte ausschließlich aus Spenden der Bevölkerung.
In der Amtszeit von Alois Schötz wurde auch die erste
Motorenspritze (TS 4/5) von der Firma Paul Ludwig erworben. In dieser
Zeit wurden auch die ersten Leistungsprüfungen abgelegt.
Im Jahre 1967 wurde der langjährige Komandant Alois
Schötz zum "Ehrenkomandanten" ernannt, sein Sohn Alois Schötz jun.
übernahm das Amt des 1. Komandanten. Bei dieser Wahl wurde auch erstmals
ein Vorstand gewählt. Dieses Amt übernahm der Gastwirt Max Wagner aus Au
vorm Wald. Zu dieser Zeit begann man auch mit dem Neubau eines
Feuerwehrhauses, dass uns bis zum Neubau 2001 als solches diente.
Aus gesundheitlichen Gründen musste
Alois Schötz sein Amt 1968 abgeben. Ihm folgte 1969 Johann Breu aus
Neidau, der bis 1996 als Komandant wirkte. Ihm und seinem Vorstand oblag
es in ca. 11ooArbeitsstunden das
Feuerwehrhaus fertigzustellen.
Im gleichen Jahr führte man eine Sammlung in der
Bevölkerung durch, um ein Feuerwehrauto anschaffen zu können. Dabei kam
ein Betrag von 2000.-DM in die Kasse. Die Gemeinde Steinburg legte den
fehlenden Betrag von 2.500.-DM dazu und kaufte von der Firma
Borgward-Messmer aus Großgundershausen das erste Feuerwehrauto. Das war
verständlicherweise ein großer Tag für die Wehr.
Im August 1971 wurden verdiente
Mitglieder von Herrn Landrat Hafner für 50, 40 und
25-jährigen freiwilligen Dienst bei der Feuerwehr in einem Festabend
geehrt.
Bei der Fahnenweihe in Steinburg im
Jahre 1971 übernahm man gerne die Patenschaft.
Ein weiteres großes Ereignis stand
1974 ins Haus. Nach 1950 wurde die zweite Fahnenweihe durchgeführt. Als
Fahnenmutter konnte konnte damals
Frau Berta Schötz, Bäuerin zu Au vorm Wald gewonnen werden,
die auch die Fahnenweihe 1986 mit uns feierte. Die Freiwillige Feuerwehr
Steinburg übernahm auch dies mal die Patenschaft. 63 Vereine nahmen an
diesem Fest teil. Die Fahne wurde von der Fahnenstickerei "Kössinger"
aus Schierling angefertigt und kostete 4500.- DM.
1975 kaufte die Gemeinde eine größere
und modernere Motorenspritze von Typ TS 8/8. Im Jahre 1976 beschaffte
die Gemeinde auch eines Fahrzeug von Typ Ford . Ebenso wurden mehrere
technische Ausrüstungsgegenstände gekauft. Aufgrund dieser guten
Ausstattung wurden laufend Leistungsprüfungen abgelegt und der hohe
Standard der Wehr auf dem Laufenden gehalten.
1984 wurde dem langjährige Vorstand
Max Wagner ein Präsent überreicht Er wurde zum "Ehrenvorstand" ernannt.
Sein Nachfolger wurde sein Schwiegersohn Alois Freudenstein. In dieser
Versammlung wurde auch beschlossen, dass 50-jährige Bestehen 1986 in
einem großen Rahmen zu feiern.
Am 22. März 1986 konnten in einem
Ehrungsabend aus den Händen von Landrat Ingo Weiß, Kreisbrandrat Emil
Wanninger und Bürgermeister Egon Weinzierl verdiente Kameraden für
langjährigen aktiven Feuerwehrdienst ausgezeichnet werden.
50 Jahre aktiver Dienst:
Josef Ecker, Georg Ecker sen., Josef Breu sen., Wolfgang Schießl sen.,
Josef Retzer sen.,
40 Jahre aktiver Dienst:
Xaver Mauthner, Willi Wagner, Johann Schindlmeier, Max Schötz, Josef
Feldmeier, Alois Schötz, Johann Kronfeldner
25 Jahre aktiver Dienst:
Max Wagner, Karl Heigl, Hermann Baumgartner, Josef Hacker, Rupert
Kronfeldner, Xaver Stumhofer, Alois Haimerl,
Alfred Blattner, Ludwig Maier, Alfons Maier, Heribert Riedl,
Josef Retzer jr., Johann Breu sen. (Neidau), Xaver
Niedermeier, Ernst Petzendorfer, Heinrich Schießl,
Ludwig Schießl
Zu einer wohl der schönsten und
gelungensten Veranstaltungen gehörte das 50-jährige Gründungsfest, das
vom 13. bis 16. Juni 1986 unter der Beteiligung von 83 Vereinen im
großen Rahmen würdig gefeiert wurde. Die Schirmherrschaft hatte der
leider schon verstorbene Bürgermeister Egon Weinzierl übernommen. Als
Festmutter wirke Frau
Waltraud Hornberger. Patenverein war erneut die Nachbarwehr aus
Steinburg.
Im Jahre 1992 wurde durch die
Gemeinde das neue Einsatzfahrzeug vom Typ IVECO TSF-W mit 500 Liter
Wassertank, Schnellangriff, Stromverbraucher, Motorsäge sowie einer
Atemschutzausrüstung mit 4 Pressluftgeräten und 8 Flaschen ausgeliefert.
Gleichzeitig wurde ein Atemschutztrupp mit 12 Mann aufgestellt.
Bei der Jahreshauptversammlung 1996
legte der bisherige Komamandant Johann Breu nach über 25 Jahren sein Amt
in jüngere Hände. Zum neuen Kommandanten wurde der bisherige
Stellvertreter Helmut Kronfeldner gewählt. Als sein Stellvertreter wurde
Josef Schießl jr. bestimmt.
Altkommandant Johann Breu wurde von der Versammlung zum
Ehrenkommandanten ernannt.
Am 15. März 1997 konnten zahlreiche
Kameraden aus den Händen von Landrat Ingo Weiß und Kreisbrandrat
Friedrich Wittmann für langjährige Dienste im Rahmen eines Ehrungsabends
ausgezeichnet werden.
40 Jahre aktiver Dienst:
Johann Breu, Alois Haimerl, Ludwig Maier, Ludwig Schießl
25 Jahre aktiver Dienst:
Gerhard Altmann, Alfred Baumgartner, Johann Breu (Au), Rudolf Breu,
Georg Ecker, Alois Freudenstein, Hans Hastreiter, Franz-Xaver Grüneisl,
Dieter Lehmann, Johann Lehner, Manfred Mauermayer, Johann Meergans,
Josef Niedermeier, Alois Poiger, Franz Retzer, Walter Sagstetter,
Josef Schießl
Außerdem wurden von Vereinsseite
Alois Schötz, Hans Kronfeldner, Hans Schindlmeier und Max Schötz für
50-jährige Mitgliedschaft und Josef Ecker sowie Georg Ecker für
60-jährige Mitgliedschaft geehrt.
Die Kameraden Josef Ecker und Max Schötz, die beide
langejahre Ämter in der Wehr bekleideten wurden zu Ehrenmitgliedern
ernannt.
Als die Nachbarwehr Steinburg 1998
ihr 125-jähriges Gründungsfest feierte, übernahm man gerne wieder die
Patenschaft. Als Patenfrau fungierte Marion Mauermayer. An allen
Festtagen war man mit großen Abordnungen vertreten, und stellte so einen
würdigen Paten.
Von 1990 bis 2000 war die Feuerwehr
insgesamt bei 41 Einsätzen tätig. Schwierigster Einsatz war dabei der
Brand bei der Familie Klein in Steinburg am 15. Dezember 1995 mit 3
getöteten Kindern.
An den Einsätzen haben insgesamt 44 verschiedene
Kameraden teilgenommen.
Den vorläufigen Höhepunkt unserer
Geschichte stellte zweifelsfrei der Neubau unseres Feuerwehrhaus 2001 dar.
Nach langen Verhandlungen mit den verschiedenen Behörden wurde innerhalb
eines Jahres eines der modernsten und schönsten Feuerwehrhäuser des
gesamten Landkreises gebaut. Neben der ausgezeichneten Zusammenarbeit
mit den zuständigen Behörden und beauftragten Baufirmen, war es in
erster Linie dem vorbildlichen Zusammenhalt zu verdanken, dass dieser
"Jahrhundertbau" realisiert werden konnte. Unter der Führung
von Vorstand Alois Freudenstein und Heinrich und Ludwig Schießl wurden
von 45 Kameraden insgesamt 3.200 Stunden geleistet.
Das neue Domizil wurde am 29. Juni
2002 feierlich seine Bestimmung übergeben. In zahlreichen Gruß- und
Dankesworten wurde besonders der Gemeinschaftssinn in unserer Wehr von
allen Rednern herausgestellt.
Parallel zum Einweihungsfestakt
konnten zahlreiche Kameraden für langjährige aktive und passive
Dienstzeit von Kreisbrandrat Hans Leidl und Landrat Alfred Reisinger
ausgezeichnet werden.
40 Jahre aktiver Dienst: Heinrich
Schießl
25 Jahre aktiver Dienst: Ewald
Brunner, Wolfgang Handwerker, Christian Hillmeier, Josef Hornberger,
Heinrich Kauer, Helmut Kronfeldner, Josef Kronfeldner, Norbert Reiner,
Heribert Riedl jr.
Ehrung für mind. 60 Jahre
Mitgliedschaft: Johann Schindlmeier, Max Schötz
Ehrung für mind. 40 Jahre
Mitgliedschaft: Alfred Blattner sen., Karl Heigl, Rupert Kronfeldner,
Alfons Meier sen., Josef Niedermeier, Xaver Niedermeier, Ernst
Petzendorfer, Josef Retzer, Heribert Riedl sen., Xaver Stumhofer
Ehrung für mind. 35 Jahre
Mitgliedschaft: Franz Graßl, Rupert Hornberger, Reiner Pörtner,
Willibald Schötz
Ehrung für mind. 25 Jahre
Mitgliedschaft: Johann Hornberger sen., Johann Hornberger jr., Franz
Reiner, Alois Winter
Derzeit versehen in der Wehr 58
Aktive ihren Dienst. Der Wehr gehören insgesamt 115 Mitglieder an.
So schreibt sich die Geschichte
unserer Wehr laufend fort.