Streifzug durch die Geschichte der Wehr
   

 


 

 

Verglichen mit anderen Wehren ist die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Au vorm Wald noch relativ jung. Sie blickt erst auf 68 Jahre Vereinsgeschichte zurück.
Im Jahre 1936 ordnete die damalige Reichsregierung über das Bezirksamt Bogen die Auflösung  der Gemeinde Au vorm Wald an, wenn diese nicht eine Feuerwehr gründe. Die Gemeinderäte mussten der Partei beitreten.

Daraufhin rief der damalige Bürgermeister Johann Schötz eine Versammlung ein. Eine Handvoll Gemeindebürger beschlossen am 8. November 1936 die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Au vorm Wald.
Die Namen der Gründer waren:  Johann Schötz, Ludwig Kronfeldner, Xaver Stumhofer, Johann Schötz, Alois Gürster, Xaver Niedermeier, Johann Kern, Martin Wühr, Otto Wagner,  Xaver Mauthner, Josef Bugl, JakobPetzendorfer, Wolfgang Schießl, Josef Retzer sowie Anton Grüneisl.

Ludwig Kronfeldner wurde zum ersten Komandanten gewählt,er hatte dieses Amt bis 1939 inne. Im Jahre 1937 wurde die erste Handruckspritze (M742) gebraucht von der Firma Brockmeier, Löschmaschinenfabrik München für den stolzen Kaufpreis von 340 Reichsmark gekauft. Aus Mangels eines Feuerwehrhauses wurde das Löschgerät bei Johann Schötz u. Marin Wühr untergestellt. Bald wurde aber unter der Mithilfe aller Kameraden neben dem Gasthaus Wagner ein kleines Feuerwehrhaus gebaut.

Von 1939 bis 1945 hatte Herr Jakob Petzendorfer das Amt des Komandanten inne. Er hatte bis zu diesem Zeitpunkt das Amt des Schriftführers und Kassier inne. Leider sind aus dieser Zeit keinerlei Aufzeichnungen vorhanden.

Von 1945 bis 1967 führte dann der Bäckermeister Alois Schötz die Wehr.
Unter seiner Führung wurde im Jahre 1950 die erste Fahnenweihe durchgeführt. Als Fahnenmutter konnte  Frau Ottilie Niedermeier aus Oberbucha gewonnen werden. An diesem Fest nahmen 43 Vereine teil. Die Patenschaft hatte die Nachbarwehraus Steinburg übernommen. Die Fahne, die in Handarbeit in Aiterhofen gefertigt wurde, kostete mit dem Festband 850.- DM. Dieser Betrag stammte ausschließlich aus Spenden der Bevölkerung.
In der Amtszeit von Alois Schötz wurde auch die erste Motorenspritze (TS 4/5) von der Firma Paul Ludwig erworben. In dieser Zeit wurden auch die ersten Leistungsprüfungen abgelegt.
Im Jahre 1967 wurde der langjährige Komandant Alois Schötz zum "Ehrenkomandanten" ernannt, sein Sohn Alois Schötz jun. übernahm das Amt des 1. Komandanten. Bei dieser Wahl wurde auch erstmals ein Vorstand gewählt. Dieses Amt übernahm der Gastwirt Max Wagner aus Au vorm Wald. Zu dieser Zeit begann man auch mit dem Neubau eines Feuerwehrhauses, dass uns bis zum Neubau 2001 als solches diente.

Aus gesundheitlichen Gründen musste Alois Schötz sein Amt 1968 abgeben. Ihm folgte 1969 Johann Breu aus Neidau, der bis 1996 als Komandant wirkte. Ihm und seinem Vorstand oblag es in ca. 11ooArbeitsstunden das Feuerwehrhaus   fertigzustellen.
Im gleichen Jahr führte man eine Sammlung in der Bevölkerung durch, um ein Feuerwehrauto anschaffen zu können. Dabei kam ein Betrag von 2000.-DM in die Kasse. Die Gemeinde Steinburg legte den fehlenden Betrag von 2.500.-DM dazu und kaufte von der Firma Borgward-Messmer aus Großgundershausen das erste Feuerwehrauto. Das war verständlicherweise ein großer Tag für die Wehr.

Im August 1971 wurden verdiente Mitglieder von Herrn Landrat Hafner   für 50, 40 und 25-jährigen freiwilligen Dienst bei der Feuerwehr in einem Festabend geehrt.

Bei der Fahnenweihe in Steinburg im Jahre 1971 übernahm man gerne die Patenschaft.

Ein weiteres großes Ereignis stand 1974 ins Haus. Nach 1950 wurde die zweite Fahnenweihe durchgeführt. Als Fahnenmutter konnte konnte damals  Frau Berta Schötz,  Bäuerin zu Au vorm Wald gewonnen werden, die auch die Fahnenweihe 1986 mit uns feierte. Die Freiwillige Feuerwehr Steinburg übernahm auch dies mal die Patenschaft. 63 Vereine nahmen an diesem Fest teil. Die Fahne wurde von der Fahnenstickerei "Kössinger" aus Schierling angefertigt und kostete 4500.- DM.

1975 kaufte die Gemeinde eine größere und modernere Motorenspritze von Typ TS 8/8. Im Jahre 1976 beschaffte die Gemeinde auch eines Fahrzeug von Typ Ford . Ebenso wurden mehrere technische Ausrüstungsgegenstände gekauft. Aufgrund dieser guten Ausstattung wurden laufend Leistungsprüfungen abgelegt und der hohe Standard der Wehr auf dem Laufenden gehalten.

1984 wurde dem langjährige Vorstand Max Wagner ein Präsent überreicht Er wurde zum "Ehrenvorstand" ernannt. Sein Nachfolger wurde sein Schwiegersohn Alois Freudenstein. In dieser Versammlung wurde auch beschlossen, dass 50-jährige Bestehen 1986 in einem großen Rahmen zu feiern.

Am 22. März 1986 konnten in einem Ehrungsabend aus den Händen von Landrat Ingo Weiß, Kreisbrandrat Emil Wanninger und Bürgermeister Egon Weinzierl verdiente Kameraden für langjährigen aktiven Feuerwehrdienst ausgezeichnet werden.

50 Jahre aktiver Dienst:    Josef Ecker, Georg Ecker sen., Josef Breu sen., Wolfgang Schießl sen., Josef Retzer sen.,

40 Jahre aktiver Dienst:    Xaver Mauthner, Willi Wagner, Johann Schindlmeier, Max Schötz, Josef Feldmeier, Alois Schötz, Johann Kronfeldner

25 Jahre aktiver Dienst:    Max Wagner, Karl Heigl, Hermann Baumgartner, Josef Hacker, Rupert Kronfeldner, Xaver Stumhofer, Alois Haimerl, Alfred Blattner, Ludwig Maier, Alfons Maier, Heribert Riedl,  Josef Retzer jr., Johann Breu sen. (Neidau), Xaver Niedermeier, Ernst Petzendorfer, Heinrich Schießl, Ludwig Schießl

Zu einer wohl der schönsten und gelungensten Veranstaltungen gehörte das 50-jährige Gründungsfest, das vom 13. bis 16. Juni 1986 unter der Beteiligung von 83 Vereinen im großen Rahmen würdig gefeiert wurde. Die Schirmherrschaft hatte der leider schon verstorbene Bürgermeister Egon Weinzierl übernommen. Als Festmutter wirke Frau Waltraud Hornberger. Patenverein war erneut die Nachbarwehr aus Steinburg.

Im Jahre 1992 wurde durch die Gemeinde das neue Einsatzfahrzeug vom Typ IVECO TSF-W mit 500 Liter Wassertank, Schnellangriff, Stromverbraucher, Motorsäge sowie einer Atemschutzausrüstung mit 4 Pressluftgeräten und 8 Flaschen ausgeliefert. Gleichzeitig wurde ein Atemschutztrupp mit 12 Mann aufgestellt.

Bei der Jahreshauptversammlung 1996 legte der bisherige Komamandant Johann Breu nach über 25 Jahren sein Amt in jüngere Hände. Zum neuen Kommandanten wurde der bisherige Stellvertreter Helmut Kronfeldner gewählt. Als sein Stellvertreter wurde Josef Schießl jr. bestimmt.
Altkommandant Johann Breu wurde von der Versammlung zum Ehrenkommandanten ernannt.

Am 15. März 1997 konnten zahlreiche Kameraden aus den Händen von Landrat Ingo Weiß und Kreisbrandrat Friedrich Wittmann für langjährige Dienste im Rahmen eines Ehrungsabends ausgezeichnet werden.

40 Jahre aktiver Dienst:    Johann Breu, Alois Haimerl, Ludwig Maier, Ludwig Schießl

25 Jahre aktiver Dienst:    Gerhard Altmann, Alfred Baumgartner, Johann Breu (Au), Rudolf Breu, Georg Ecker, Alois Freudenstein, Hans Hastreiter, Franz-Xaver Grüneisl, Dieter Lehmann, Johann Lehner, Manfred Mauermayer, Johann Meergans, Josef Niedermeier,  Alois Poiger, Franz Retzer, Walter Sagstetter, Josef Schießl

Außerdem wurden von Vereinsseite Alois Schötz, Hans Kronfeldner, Hans Schindlmeier und Max Schötz für 50-jährige Mitgliedschaft und Josef Ecker sowie Georg Ecker für 60-jährige Mitgliedschaft geehrt.
Die Kameraden Josef Ecker und Max Schötz, die beide langejahre Ämter in der Wehr bekleideten wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Als die Nachbarwehr Steinburg 1998 ihr 125-jähriges Gründungsfest feierte, übernahm man gerne wieder die Patenschaft. Als Patenfrau fungierte Marion Mauermayer. An allen Festtagen war man mit großen Abordnungen vertreten, und stellte so einen würdigen Paten.

Von 1990 bis 2000 war die Feuerwehr insgesamt bei 41 Einsätzen tätig. Schwierigster Einsatz war dabei der Brand bei der Familie Klein in Steinburg am 15. Dezember 1995 mit 3 getöteten Kindern.
An den Einsätzen haben insgesamt 44 verschiedene Kameraden teilgenommen.

Den vorläufigen Höhepunkt unserer Geschichte stellte zweifelsfrei der Neubau unseres Feuerwehrhaus 2001 dar. Nach langen Verhandlungen mit den verschiedenen Behörden wurde innerhalb eines Jahres eines der modernsten und schönsten Feuerwehrhäuser des gesamten Landkreises gebaut. Neben der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und beauftragten Baufirmen, war es in erster Linie dem vorbildlichen Zusammenhalt zu verdanken, dass dieser "Jahrhundertbau" realisiert werden konnte. Unter der Führung von Vorstand Alois Freudenstein und Heinrich und Ludwig Schießl wurden von 45 Kameraden insgesamt 3.200 Stunden geleistet.

Das neue Domizil wurde am 29. Juni 2002 feierlich seine Bestimmung übergeben. In zahlreichen Gruß- und Dankesworten wurde besonders der Gemeinschaftssinn in unserer Wehr von allen Rednern herausgestellt.

Parallel zum Einweihungsfestakt konnten zahlreiche Kameraden für langjährige aktive und passive Dienstzeit von Kreisbrandrat Hans Leidl und Landrat Alfred Reisinger ausgezeichnet werden.

40 Jahre aktiver Dienst: Heinrich Schießl

25 Jahre aktiver Dienst: Ewald Brunner, Wolfgang Handwerker, Christian Hillmeier, Josef Hornberger, Heinrich Kauer, Helmut Kronfeldner, Josef Kronfeldner, Norbert Reiner, Heribert Riedl jr.

Ehrung für mind. 60 Jahre Mitgliedschaft: Johann Schindlmeier, Max Schötz

Ehrung für mind. 40 Jahre Mitgliedschaft: Alfred Blattner sen., Karl Heigl, Rupert Kronfeldner, Alfons Meier sen., Josef Niedermeier, Xaver Niedermeier, Ernst Petzendorfer, Josef Retzer, Heribert Riedl sen., Xaver Stumhofer

Ehrung für mind. 35 Jahre Mitgliedschaft: Franz Graßl, Rupert Hornberger, Reiner Pörtner, Willibald Schötz

Ehrung für mind. 25 Jahre Mitgliedschaft: Johann Hornberger sen., Johann Hornberger jr., Franz Reiner, Alois Winter

Derzeit versehen in der Wehr 58 Aktive ihren Dienst. Der Wehr gehören insgesamt 115 Mitglieder an.

So schreibt sich die Geschichte unserer Wehr laufend fort.


 

 

 





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Freiwillige Feuerwehr Au vorm Wald